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S5F4: Verhör und Verleugnung

    Die fünfte Staffel der Schrifterzähler widmet sich in sieben Folgen der matthäischen Passionserzählung. Die Evangelien als Ganze werden zu Recht als Passionsgeschichten mit ausführlicher Einleitung bezeichnet. In der vierten Folge der fünften Staffel geht es um die Vorführung Jesu vor dem Hohen Rat und die Verleumdung durch Petrus (Mt 26,57-75). Der Hohe Rat ist eine politische und religiöse Instanz. Unter der römischen Besatzung hatte sie aber kein Recht, Todesurteile zu fällen. Bei der Szene handelt es sich also nicht um ein ordentliches Verfahren Jesu vor einem jüdischen Gericht; eher geht es um eine Art Vorverhör. Der ganze Rahmen erscheint subversiv und inoffiziell. Petrus jedenfalls ist außen vor, im Hof vor dem Gebäude, in dem man Jesus befragt. So stellt sich nicht zuletzt die Frage, woher wir von diesen Ereignissen wissen. Welcher Zeuge konnte später davon berichten?

    Werner Kleine und Till Magnus Steiner gehen dieser und anderen Fragen nach und erzählen die wichtigen Ereignisse des Verhörs Jesu vor dem Hohen Rat, von der in allen Evangelien die Rede ist, neu – und lassen dabei zwischen den Zeilen neue Erkenntnisse aufscheinen.

    Die beiden neuen Schrifterzählungen könnt Ihr hier nachlesen:

    „Ho Mikrós ermittelt – Der Maulwurf“, von Werner Kleine

    „Dieser Mensch“, von Till Magnus Steiner

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    In der fünften Folge der fünften Staffel folgen wir der matthäischen Erzählung der Passion Jesu und erzählen Euch dann die Ereignisse rund um den Prozess Jesu, bei dem der römische Statthalter Pontius Pilatus den Vorsitz führt – seid gespannt!

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    Weiterführende Links:

    • Werner hat sich der Matthäuspassion bereits in seiner Reihe „Glaubensinformation“ gewidmet. Die Folge „Das Schicksal des Propheten – eine Einführung in die Matthäuspassion (Glaubensinformation)“ vom 13.3.2024 findet ihr bei Youtube.
    • Till weist in der Diskussion auf darauf hin, dass es sich bei dem Wohnsitz des Hohepriesters weniger um einen Palast, sondern um eine Stadtvilla handelt. Mit dem Wort „Palast“ geben ältere Übersetzungen das griechische Wort αὐλή (aulé) wieder, das allerdings eher „Hof“ oder „Innenhof“ bedeutet. Der Wohnsitz des Hohepriesters wird also durchaus repräsentativ, allerdings kein Palast gewesen sein. Ein Bild mit einer Rekonstruktion eines solchen Hauses findet sich hier.
    • In der Neuerzählung von Werner spielt Nikodemus, selbst Mitglied des Hohen Rates, eine wichtige Rolle. Die Schrifterzähler Werner und Till haben sich in der 4. Folge der 3. Staffel näher mit dem berühmten Nachtgespräch zwischen Jesus und Nikodemus, wie es in Johannes 3 geschildert wird, befasst. Ihr findet die Folge hier.
    • Die Katholische Citykirche Wuppertal befasst sich immer wieder in Videos mit den „verlorenen Botschaften“. Im Juli 2026 hat sie das Video „Verlorene Botschaften – Judas“ veröffentlicht, das sich mit allem gebotenen satirischen Ernst mit den vielfältig schillernden Facetten des Judas Ischarioth befasst. Das Video findet ihr bei YouTube.
    • Das am Ende von uns zitierte Gedicht „Der Hahn“ findet Ihr in folgendem Buch: Rudolf Otto Wiemer, Ernstfall, Steinkopf Verlag 1963, S. 72.